Wahlkampfveranstaltungen fotografieren

In diesem Beitrag soll es darum, gehen wie man Wahlkampfveranstaltungen gut fotografieren kann. Denn man möchte diese später in den Medien realistisch und interessant wiedergeben können. Diese Tipps zum Fotografieren sind allerdings auch auf alle anderen low-light Situationen anwendbar. So z.B. Bei Konzerten, Sportveranstaltungen und so weiter. Um gut bei Veranstaltungen fotografieren zu können, braucht ihr eine Kamera mit der ihr einen manuellen nutzen könnt. Dies ist auch mit Kompaktkameras möglich. Einen Überblick über die besten Kompaktkameras findet ihr auf dieser Seite.

Manueller Modus

Das wichtigste vorweg ist, dass ihr im manuellen Modus fotografiert. Denn wenn ihr Automatikmodus seid oder mit AV/TV fotografiert, und die Belichtung der Kamera nicht selbst vor nehmt, kann es zu Problemen kommen. Bei Wahlkampfveranstaltungen gibt es oft Gegenlicht, mit dem die Kamera nicht gut umgehen kann. Fotografiert man mit 1/100 Verschlusszeit, gegen Gegenlicht, wird das Bild trotzdem Hell. Macht ihr das gleiche Foto im Automatikmodus, wird das Bild viel zu Dunkel. Denn die Kamera stellt die Belichtungszeit hier meist falsch ein. Nicht jede Kompaktkamera bietet die Möglichkeit im manuellen Modus zu fotografieren. Eine gute Kompaktkamera, die das bietet ist die Sony DSC-RX100. Mit dieser Kamera habt ihr ein sehr gutes Allroundmodell, dass mit der Bildqualität einer Spiegelreflexkamera mithalten kann.

Bewegungen bedenken

Wichtig ist auch das Bewegungen eingefroren werden. Denn wenn die Politiker sich auf der Bühne bewegen, müsst ihr das auch fotografieren können. Deswegen ist es wichtig, dass ihr eine schnelle Verschlusszeit wählt. Für die Einstellung der Blende und des Blitzes gibt es auch noch Dinge zu bedenken. Die Blende solltet ihr so weit öffnen wie möglich, abhängig von eurem Objektiv. Ideal sind hier die Blendenöffnung 2,8/3,2/3,5 je nachdem wie sehr sich die Person bewegt, damit ich nicht eine zu geringe Schärfentiefe habe, aber trotzdem noch genug Licht durchs Objektiv in die Kamera fällt. Denn bei Wahlveranstaltungen in Hallen hat man wirklich wenig Licht und braucht deshalb alles an Belichtung was man nutzen kann. Eine ideale Verschlusszeit liegt daher so bei 1/320 in etwa. Für den ISO-Wert, kann gesagt werden, dass dieser so eingestellt werden muss, damit die Beleuchtung ausreichend gut ist. Natürlich fängt das Bild irgendwann an zu rauschen. Aber das muss teilweise in Kauf genommen werden. Am Ende sieht man das häufig nur, wenn man in das Bild hineinzoomt. Denn anders bekommt ihr keine ausreichend hellen Bilder.

Den Blitz weglassen

Zum Thema Blitz, dieser wird bei Veranstaltungen nur wenig genutzt. Die Stimmung im Bild wird leicht durch den Blitz gestört. Denn oft gibt es auch ein Blitzverbot, da dieser die Redner stört. Wichtig ist, dass ihr im RAW-Format fotografiert. So habt ihr später in der Bildbearbeitung mit Photoshop viel mehr Spielraum. Ihr könnt dann mit der Blende noch etwas höher oder runter gehen, da ihr alle Informationen im Bild habt. Auch unterbelichtet Bilder kann man später noch aufhellen. Hauptsache ihr habt keine unscharfen Fotos, denn diese lassen sich später nicht mehr retten. Wenn ihr später den Bildausschnitt ändert, und das Bild noch kleiner macht, wird allerdings auch das Rauschen stärker.

Der Fokuspunkt sollte variabel in der Situation verstellt werden. So erhaltet ihr später interessantere Fotos und Aufnahmen. Nach Möglichkeit solltet ihr den Fokuspunkt immer aus das Gesicht des Politikers richten, damit ihr dort scharfe Aufnahmen bekommt. Wenn dieser sich schnell bewegt, ist es von Vorteil den kontinuierlichen Autofokus zu nutzen.

Dies sind die wichtigsten Dinge, die ihr beim Fotografieren von Wahlkampfveranstaltungen beachten solltet. Somit könnt ihr euch sicher sein, das der Großteil eurer Fotos später verwendet werden kann.

Begriffserklärungen

Was ist eine Vorzugsstimme?
Wer sitzt im Parlament? Hier ein Überblick über
die wichtigsten Begriffe.

Demokratie

Das Wort Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Im Wesentlichen bedeutet es, dass alle Entscheidungen des Staates von gewählten VertreterInnen des Volkes getroffen werden. Ist die Bevölkerung eines Landes mit den Entscheidungen ihrer zuvor gewählten Regierung nicht zufrieden, kann sie diese bei der nächsten Wahl abwählen und sich für eine andere politische Richtung entscheiden.

Parlament

Das Österreichische Parlament besteht aus dem Nationalrat und dem Bundesrat. Beide gemeinsam sind für die Gesetzgebung zuständig.

Nationalrat

Der Nationalrat ist eine der zwei Kammern im Österreichischen Parlament. Der Nationalrat besteht aus 183 Abgeordneten und wird von den WählerInnen für 5 Jahre gewählt. Aufgaben des Nationalrats sind die Gesetzgebung sowie die Kontrolle der Regierung.

NationalratspräsidentInnen

Der Präsident bzw. die Präsidentin des Nationalrates leitet die täglichen Geschäfte und ach-tet auf die Einhaltung der Hausordnung im Nationalrat. Zu seinen/ihren Aufgaben gehört es, den Nationalrat nach außen hin zu vertreten, Würde und Rechte der Institution zu wahren, Sitzungen einzuberufen und diese auch zu leiten. Insgesamt gibt es drei NationalratspräsidentInnen.

Bundesrat

Der Bundesrat ist neben dem Nationalrat die zweite Kammer des österreichischen Parla-ments. Seine Hauptaufgabe ist es, die Interessen der neun Bundesländer bei der Entstehung von Bundesgesetzen zu vertreten. Die Mitglieder des Bundesrats werden nicht direkt, sondern durch die Landtage der jeweiligen Bundesländer gewählt. Wie viele VertreterInnen eines Bundeslandes im Bundesrat sitzen, hängt von der Bevölkerungsgröße des jeweiligen Bundeslandes ab.

AbgeordneteR bzw. ParlamentarierIn

Als ParlamentarierInnen oder Abgeordnete werden die politischen VertreterInnen im Parlament, also entweder im Nationalrat oder im Bundesrat, bezeichnet. Daher heißt es manchmal auch NationalratsabgeordneteR oder BundesratsabgeordneteR.

Bundes- Regierung und Opposition

Die Bundesregierung ist eine der höchsten Institutionen im Staat und verantwortlich für die Lenkung österreichischer Politik nach innen und außen. Sie besteht aus BundeskanzlerIn, VizekanzlerIn und den MinisterInnen. Die Regierung erarbeitet z. B. Gesetze, die sie für notwendig erachtet, und bringt diese im Parlament zur Abstimmung. Anschließend ist sie dafür verantwortlich, das umzusetzen, was im Parlament von den Abgeordneten beschlossen wurde.
Die Parteien, die nicht in der Regierung sind, bezeichnet man als Opposition. Die Opposition hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und andere politische Wege aufzuzeigen.

aktives und passives Wahlrecht

Es gibt das aktive und das passive Wahlrecht. Wer das aktive Wahlrecht hat, darf wählen. Wer das passive Wahlrecht hat, kann darüber hinaus auch gewählt werden. Das Wahlrecht ist in Österreich österreichischen StaatsbürgerInnen vorbehalten. Ausnahmen gibt es aber zum Beispiel bei Gemeinderatswahlen, wo auch BürgerInnen anderer EU-Länder wählen dürfen.

WählerInnenverzeichnis

Das WählerInnenverzeichnis ist eine Liste mit allen wahlberechtigten Personen der jeweiligen Gemeinde. Wer darin nicht aufscheint, kann seine Stimme nicht abgeben.

Vorzugsstimme

Erstmals können bei der Nationalratswahl 2013 drei Vorzugsstimmen abgegeben werden. Damit haben die WählerInnen die Möglichkeit, neben der gewählten Partei auch noch KandidatInnen dieser Partei direkt zu unterstützen. Erhält ein Kandidat oder eine Kandidatin genügend Vorzugsstimmen, erhöhen sich die Chancen, in den Nationalrat einzuziehen.

Mandat

Das Mandat steht für einen Sitz im Nationalrat und bezeichnet den politischen Vertretungsauftrag, den eine Person durch ihre Wahl erhält. KandidatInnen, die durch genügend Stimmen für ihre Partei in den Nationalrat einziehen, haben ein Mandat gewonnen und sitzen stellvertretend für ihre WählerInnen (als Nationalratsabgeordnete) im Nationalrat.

Gesetzgebungs-/Legislaturperiode

Die Gesetzgebungs-/Legislaturperiode ist der Zeitraum, in dem der gewählte Nationalrat aktiv ist. Diese Periode  dauert in Österreich fünf Jahre.

Sonntagsfrage

„Wenn am nächsten Sonntag Nationalratswahl wäre, welcher Partei würden Sie dann Ihre Stimme geben?“  Diese Frage wird Leuten (auch abseits von Wahlen) von Meinungsforschungsinstituten gestellt, wenn Prognosen für den Ausgang einer Wahl oder die Beliebtheit einer Partei erstellt werden sollen. Achtung: Solche Umfragen ergeben nur eine Einschätzung der Wahlentscheidung oder des Meinungsbildes in der Bevölkerung. Sie liefern keine sichere Vorhersage, auch wenn Medien und Parteien sich immer wieder darauf beziehen.

Stimmzettel

Auf dem Stimmzettel findest du vorgedruckt die zur Wahl zugelassenen Parteien. Um eine gültige Stimme abzugeben, musst du den Kreis unter der von dir bevorzugten Partei eindeutig erkennbar ankreuzen.
Außerdem hast du die Möglichkeit, bis zu drei Vorzugsstimmen auf Bundes-, Landes- und Regionalebene abzugeben. Auf Bundes- und Landesebene musst du dazu jeweils den Namen der Person in das entsprechende Feld auf dem Stimmzettel eintragen. Eine Liste ist am Wahltag in der Wahlkabine aufgelegt. Auf regionaler Ebene findest du die Namen der KandidatInnen bereits vorgedruckt auf dem Stimmzettel. Hier vergibst du deine Vorzugsstimme durch Ankreuzen. Achtung! Vorzugsstimmen kannst du nur innerhalb der Partei vergeben, die du am Stimmzettel gewählt hast, ansonsten ist die Vorzugsstimme ungültig.

Wahlkarte

Wenn du am Wahltag nicht zu Hause bist, weil du z.B. gerade Urlaub machst, kannst du deine Stimme auch per Briefwahl abgeben. Dazu brauchst du eine Wahlkarte, die du vorher in deiner Gemeinde beantragen musst. Die Wahlkarte besteht aus dem amtlichen Stimmzettel, dem Wahlkuvert für den Stimmzettel, der eidesstattlichen Erklärung (die du unterschreiben musst, um zu erklären, dass du den Stimmzettel persönlich, unbeobachtet und unbeeinflusst ausgefüllt hast) sowie dem Wahlkartenkuvert. Nachdem du den Stimmzettel ausgefüllt hast, schickst du alle vorher aufgelisteten Dokumente mit dem Wahlkartenkuvert an das entsprechende Wahllokal. Achtung: Deine Stimme wird nur dann gezählt, wenn die Wahlkarte rechtzeitig bei der Wahlbehörde einlangt.

Warum sollte ich wählen gehen?

Es gibt sehr gute Gründe um wählen zu gehen:

  • Das Wahlrecht ist das demokratische Recht der BürgerInnen auf Mitbestimmung, also sollte man auch davon Gebrauch machen.
  • Das Wahlrecht ist nicht selbstverständlich, sondern wurde mühsamerkämpft. In Ländern, in denen die Menschen nicht wählen dürfen, herrschen meist DiktatorInnen und die Bevölkerung hat keine Möglichkeit der Mitbestimmung.
  • Wenn du wählen gehst, kannst du aktiv mitbestimmen, wie die Zukunft in unserem Land gestaltet wird.
  • Wählen ist eine wesentliche Form der Freiheit: nämlich, seine Meinung geheim und frei äußern und mitbestimmen zu können, wer die politischen Entscheidungen treffen soll.
  • Jede Stimme zählt! Sogar eine einzelne Stimme kann bei Wahlen einen bedeutenden Unterschied ausmachen, wie die heurige Landtagswahl in Kärnten gezeigt hat (aufgrund einer einzigen Stimmewechselte ein Mandat von einer Partei zur anderen).

Wer nicht wählt, lässt andere für sich bestimmen.

Wie läuft die Wahl ab?

Die Nationalratswahl wird grundsätzlich an einem bestimmten Tag durchgeführt – in diesem Fall am Sonntag, den 29. September 2013. Stimmen können aber mit Wahlkarten per Briefwahl schon im Vorfeld abgegeben werden. Im Nachhinein ist dies jedoch nicht möglich.

Die Nationalratswahl ist eine geheime Wahl. Das heißt, es ist deine ganz persönliche Entscheidung, wie du abstimmst. Egal ob du in einem Wahllokal oder mittels Briefwahl abstimmst, es ist deine Privatsache. Achte daher darauf, dass du bei deiner Stimmabgabe wirklich ungestört und unbeobachtet bist. Wenn du nicht willst, brauchst du auch niemandem eine Auskunft über deine Entscheidung zu geben (auch nicht deinen Eltern, LehrerInnen oder FreundInnen).

Wie kann ich wählen?

Vor der Wahl bekommst du eine amtliche Wahlinformation (Wahllokal, Öffnungszeiten) von deiner Hauptwohnsitzgemeinde zugeschickt.

Es gibt für dich zwei Möglichkeiten, deineStimme abzugeben: entweder am Wahltag persönlich im Wahllokal oderbereits vorab per Briefwahl (mit Wahlkarte).

Persönlich (nur im Wahllokal)

Du kannst im zuständigen Wahllokal der Gemeinde, in der du deinen Hauptwohnsitz hast, abstimmen. Du bekommst im Vorfeld eine Verständigung per Post, in welchem Wahllokal du registriert bist, also, wo du am Wahltag hinmusst. Achte darauf, welche Öffnungszeiten dein Wahllokal hat, da sich diese von anderen Wahllokalen unterscheiden kann. Falls dir nicht klar ist, wo dein Wahllokal ist oder wann es geöffnet hat, frag einfach beideiner Gemeinde nach oder schau auf deren Website!

Für die Stimmabgabe im Wahllokal musst du unbedingt einen amtlichen Lichtbildausweis dabei haben. Gültig sind Reisepass, Personalausweis, Führerschein.

ACHTUNG: SchülerInnenausweis, Lehrlingsausweis oder Studierendenausweis sind für deine Stimmabgabe nicht ausreichend!

Mit Wahlkarte(im Wahllokal oder per Briefwahl)

Es ist auch möglich mit einer Wahlkartezu wählen. Diese musst du rechtzeitig beideiner Gemeinde beantragen (schriftlich bis 25.9., mündlich bis 27.9., 12:00 Uhr).

Die sogenannte Wahlkarte besteht aus einem Informationsblatt, der Wahlkarte, dem amtlichen Stimmzettel, dem Wahlkuvert für den Stimmzettel und schließlich dem Wahlkartenkuvert, mit dem du alle vorher aufgelisteten Dokumente an das entsprechende Wahllokal schickst. Außerdem liegt noch eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für Bund und Land bei.

Mit der Wahlkarte kannst du entweder in einem Wahllokal in Österreich oder per Briefwahl wählen.

ACHTUNG: Nicht alle Wahllokale nehmen Wahlkarten entgegen!

Du kannst aber auch per Briefwahl wählen, wenn du am Tag der Wahl nicht ins Wahllokal gehen kannst (weil du z.B.auf Urlaub bist). In diesem Fall schickst du die erhaltene Wahlkarte mitdem Stimmzettel per Post an die zuständige Wahlbehörde, der Versand ist kostenlos. Der Brief muss bis spätestens 29.September um 17:00 Uhrdort ankommen.Rechne also jedenfalls genug Zeit für den Postweg bei der Beantragung der Wahlkarteein!

ACHTUNG: Hast du eine Wahlkarte beantragt, kannst du auf jeden Fall nur mit dieser Wahlkarte wählen, auch wenn du doch im Wahllokal deines Hauptwohnortes bzw. deines Wohnbezirks abstimmst. Du musst dann jedenfalls die Wahlkarte mitnehmen!

Wer oder was wird gewählt?

1. Parteien

Das Ergebnis der Nationalratswahl entscheidet über die Vergabe von 183 Nationalratsmandaten, also den Sitzen/deinen VertreterInnen im Parlament. Bei der Wahl können verschiedene Parteien gewählt werden. Die Parteistimmen sind entscheidend für die Aufteilung der 183 Mandate, also für die Größe und Stärke der verschiedenen Parteien im Nationalrat bis zur nächsten Wahl (also die nächsten fünf Jahre). In den Nationalrat einziehen können Parteien allerdings erst ab einem Wahlergebnis von vier Prozent.

Zusätzlich zu den Parteien kannst du innerhalb der von dir gewählten Partei maximal drei Vorzugsstimmen vergeben.

2. Personen (mittels Vorzugsstimmen)

Du kannst bei den Nationalratswahlen auch KandidatInnen zusätzlich unterstützen, indem du ihnen eine Vorzugsstimme gibst. Damit rutschen sie (bei ausreichend Stimmen) auf der Wahlliste nach vorne und es erhöht sich für sie die Chance auf ein Mandat.

Vorsicht! Vorzugsstimmen kannst du nur innerhalb der Partei vergeben, die du am Stimmzettel gewählt hast. Wenn du die Vorzugsstimmen an Personen aus einer anderen Partei vergibst, dann sind die Vorzugsstimmen ungültig. Die Stimme für die gewählte Partei wird aber gezählt. Du kannst auch nur eine Stimme für eine Partei abgeben, Vorzugsstimmen sind kein Muss.

Du hast die Möglichkeit drei Vorzugsstimmen abzugeben, jeweils eine Vorzugsstimme für eine Person auf Bundes-, Landes- und Regionalebene.

Vorzugsstimme – Bundesebene (Bundeswahlvorschlag)

Schreibe den Familiennamen der Person, der du deine Vorzugsstimme geben möchtest, in das entsprechende Feld am Stimmzettel. Eine Liste ist am Wahltag in der Wahlkabine aufgelegt.

Vorzugsstimme – Landesebene (Landeswahlvorschlag)

Diese Vorzugsstimme betrifft den Wahlkreis für das Bundesland in dem du gemeldet bist. Schreibe den Familiennamen der Person, der du deine Vorzugsstimme geben möchtest, in das vorgesehene Feld am Stimmzettel. Eine Liste ist am Wahltag in der Wahlkabine aufgelegt.

Vorzugsstimme – Regionalebene (Regionalwahlkreis)

Jedes Bundesland ist in mehrere Regionalwahlkreise eingeteilt. Die Namen der KandidatInnen findest du bereits vorgedruckt auf dem Stimmzettel. Hier vergibst du deine Vorzugsstimme durch ankreuzen.

Das Wort Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Im Wesentlichen bedeutet es, dass alle Entscheidungen des Staates von gewählten VertreterInnen des Volkes getroffen werden. Ist die Bevölkerung eines Landes mit den Entscheidungen ihrer zuvor gewählten Regierung nicht zufrieden, kann sie diese bei der nächsten Wahl abwählen und sich für eine andere politische Richtung entscheiden.

Das Österreichische Parlament besteht aus dem Nationalrat und dem Bundesrat. Beide gemeinsam sind für die Gesetzgebung zuständig.

Der Nationalrat ist eine der zwei Kammern im Österreichischen Parlament. Der Nationalrat besteht aus 183 Abgeordneten und wird von den WählerInnen für 5 Jahre gewählt. Aufgaben des Nationalrats sind die Gesetzgebung sowie die Kontrolle der Regierung.

Der Präsident bzw. die Präsidentin des Nationalrates leitet die täglichen Geschäfte und ach-tet auf die Einhaltung der Hausordnung im Nationalrat. Zu seinen/ihren Aufgaben gehört es, den Nationalrat nach außen hin zu vertreten, Würde und Rechte der Institution zu wahren, Sitzungen einzuberufen und diese auch zu leiten. Insgesamt gibt es drei NationalratspräsidentInnen.

Der Bundesrat ist neben dem Nationalrat die zweite Kammer des österreichischen Parla-ments. Seine Hauptaufgabe ist es, die Interessen der neun Bundesländer bei der Entstehung von Bundesgesetzen zu vertreten. Die Mitglieder des Bundesrats werden nicht direkt, sondern durch die Landtage der jeweiligen Bundesländer gewählt. Wie viele VertreterInnen eines Bundeslandes im Bundesrat sitzen, hängt von der Bevölkerungsgröße des jeweiligen Bundeslandes ab.

Als ParlamentarierInnen oder Abgeordnete werden die politischen VertreterInnen im Parlament, also entweder im Nationalrat oder im Bundesrat, bezeichnet. Daher heißt es manchmal auch NationalratsabgeordneteR oder BundesratsabgeordneteR.

Die Bundesregierung ist eine der höchsten Institutionen im Staat und verantwortlich für die Lenkung österreichischer Politik nach innen und außen. Sie besteht aus BundeskanzlerIn, VizekanzlerIn und den MinisterInnen. Die Regierung erarbeitet z. B. Gesetze, die sie für notwendig erachtet, und bringt diese im Parlament zur Abstimmung. Anschließend ist sie dafür verantwortlich, das umzusetzen, was im Parlament von den Abgeordneten beschlossen wurde.
Die Parteien, die nicht in der Regierung sind, bezeichnet man als Opposition. Die Opposition hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und andere politische Wege aufzuzeigen.

Es gibt das aktive und das passive Wahlrecht. Wer das aktive Wahlrecht hat, darf wählen. Wer das passive Wahlrecht hat, kann darüber hinaus auch gewählt werden. Das Wahlrecht ist in Österreich österreichischen StaatsbürgerInnen vorbehalten. Ausnahmen gibt es aber zum Beispiel bei Gemeinderatswahlen, wo auch BürgerInnen anderer EU-Länder wählen dürfen.

Das WählerInnenverzeichnis ist eine Liste mit allen wahlberechtigten Personen der jeweiligen Gemeinde. Wer darin nicht aufscheint, kann seine Stimme nicht abgeben.

Erstmals können bei der Nationalratswahl 2013 drei Vorzugsstimmen abgegeben werden. Damit haben die WählerInnen die Möglichkeit, neben der gewählten Partei auch noch KandidatInnen dieser Partei direkt zu unterstützen. Erhält ein Kandidat oder eine Kandidatin genügend Vorzugsstimmen, erhöhen sich die Chancen, in den Nationalrat einzuziehen.

Das Mandat steht für einen Sitz im Nationalrat und bezeichnet den politischen Vertretungsauftrag, den eine Person durch ihre Wahl erhält. KandidatInnen, die durch genügend Stimmen für ihre Partei in den Nationalrat einziehen, haben ein Mandat gewonnen und sitzen stellvertretend für ihre WählerInnen (als Nationalratsabgeordnete) im Nationalrat.

Die Gesetzgebungs-/Legislaturperiode ist der Zeitraum, in dem der gewählte Nationalrat aktiv ist. Diese Periode  dauert in Österreich fünf Jahre.

„Wenn am nächsten Sonntag Nationalratswahl wäre, welcher Partei würden Sie dann Ihre Stimme geben?“  Diese Frage wird Leuten (auch abseits von Wahlen) von Meinungsforschungsinstituten gestellt, wenn Prognosen für den Ausgang einer Wahl oder die Beliebtheit einer Partei erstellt werden sollen. Achtung: Solche Umfragen ergeben nur eine Einschätzung der Wahlentscheidung oder des Meinungsbildes in der Bevölkerung. Sie liefern keine sichere Vorhersage, auch wenn Medien und Parteien sich immer wieder darauf beziehen.

Auf dem Stimmzettel findest du vorgedruckt die zur Wahl zugelassenen Parteien. Um eine gültige Stimme abzugeben, musst du den Kreis unter der von dir bevorzugten Partei eindeutig erkennbar ankreuzen.
Außerdem hast du die Möglichkeit, bis zu drei Vorzugsstimmen auf Bundes-, Landes- und Regionalebene abzugeben. Auf Bundes- und Landesebene musst du dazu jeweils den Namen der Person in das entsprechende Feld auf dem Stimmzettel eintragen. Eine Liste ist am Wahltag in der Wahlkabine aufgelegt. Auf regionaler Ebene findest du die Namen der KandidatInnen bereits vorgedruckt auf dem Stimmzettel. Hier vergibst du deine Vorzugsstimme durch Ankreuzen. Achtung! Vorzugsstimmen kannst du nur innerhalb der Partei vergeben, die du am Stimmzettel gewählt hast, ansonsten ist die Vorzugsstimme ungültig.

Wenn du am Wahltag nicht zu Hause bist, weil du z.B. gerade Urlaub machst, kannst du deine Stimme auch per Briefwahl abgeben. Dazu brauchst du eine Wahlkarte, die du vorher in deiner Gemeinde beantragen musst. Die Wahlkarte besteht aus dem amtlichen Stimmzettel, dem Wahlkuvert für den Stimmzettel, der eidesstattlichen Erklärung (die du unterschreiben musst, um zu erklären, dass du den Stimmzettel persönlich, unbeobachtet und unbeeinflusst ausgefüllt hast) sowie dem Wahlkartenkuvert. Nachdem du den Stimmzettel ausgefüllt hast, schickst du alle vorher aufgelisteten Dokumente mit dem Wahlkartenkuvert an das entsprechende Wahllokal. Achtung: Deine Stimme wird nur dann gezählt, wenn die Wahlkarte rechtzeitig bei der Wahlbehörde einlangt.

Parteien im Jugendcheck

Steckbrief der KandidatInnen

Seit wann sind die SpitzenkandidatInnen in
der Politik und was waren ihre Anliegen als
sie 16 waren? Das erfährst du hier!

 

Foto von Werner Faymann, SPÖ

Werner Faymann, 53
SPÖ

Politisch aktiv seit:
meiner Schulzeit. Wir sind damals als „Schüler gegen AKW“ gegen die Kernenergie eingetreten.
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
damals wie heute mithelfen, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
„Time is on my side“ von den Rolling Stones

Foto von Michael Spindelegger, ÖVP

Michael Spindelegger, 53
ÖVP

Politisch aktiv seit:
1989 / 30 Jahre
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
das Tennis-Match am Wochenende ganz sicher gewinnen.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Wenn ich mit meiner Frau tanze, ist der Song nicht so wichtig.

Foto von HC Strache, FPÖ

Heinz-Christian Strache, 44
FPÖ

Politisch aktiv seit:
1991
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
Für eine positive Zukunft Österreichs arbeiten – und genau das tue ich heute auch.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Zu schnellen Rhythmen

Foto von Eva Glawischnig, Grüne

Eva Glawischnig, 44
GRÜNE

Politisch aktiv seit:
1996 wurde ich Umweltsprecherin der Wiener Grünen.
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
Musikerin werden
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Am liebsten singe ich gemeinsam mit meinem Mann „Ich liebe diese Tage“ von Kris.

Foto von Josef Bucher, BZÖ

Josef Bucher, 47
BZÖ

Politisch aktiv seit:
2002
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
erwachsen sein 🙂
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Toto Cotugno – Insieme

Foto von Frank Stronach, Team Stronach

Frank Stronach, 80
FRANK

Politisch aktiv seit:
immer
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
am liebsten Fußball spielen.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Daddy Cool

Profilbild von Mirco Messner, KPÖ.

Mirko Messner, 65
KPÖ

Politisch aktiv seit:
… meiner Mittelschulzeit
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
… Ruhe vor meinen Lehrern.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Egal, solange es nicht der Radetzky-Marsch ist… 😉

Matthias Strolz, 40
NEOS

Politisch aktiv seit:
2012
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
Schulsprecher werden, und so kam es auch.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
ONE von U2

Mario Wieser, 27
PIRAT

Politisch aktiv seit:
2012
Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich:
endlich den Führerschein machen, um ein kleines Stück mehr Freiheit zu erringen.
Zu diesem Song tanze ich am liebsten:
Farin Urlaub – Ich gehöre nicht dazu

13 Fragen an die SpitzenkandidatInnen

Wie stehen die Spitzenkandidaten zu den Themen,
die junge Menschen in Österreich bewegen?
Wir haben die KandidatInnen einem Check unterzogen!!

 

 

  1. Jugendschutz – Wie stehen Sie zu der Frage einer Vereinheitlichung der Jugendschutzgesetze in Österreich?(Wie) wollen Sie diese erreichen?
  2. Bildung –Was möchten Sie im Bildungsbereich für junge Menschen umsetzen?
  3. Arbeitsmarkt – Wie wollen Sie gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit und die Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse vorgehen?
  4. Jugendgerichtsbarkeit – Welche Maßnahmen sehen Sie im Bereich der Jugendgerichtsbarkeit als notwendig?
  5. Kinderrechte – Wie wollen Sie die Einhaltung der Kinderrechte (gemäß UNO-Kinderrechtskonvention) in Österreich sicherstellen?
  6. Mitbestimmung – Wie wollen Sie junge Menschen an politischen Prozessen teilhaben lassen?
  7. Generationengerechtigkeit – Wie wollen Sie die Gerechtigkeit zwischen den Generationen fördern, beispielsweise bei den Themen Mitbestimmung und Pensionen?
  8. Jugendpolitik – Wie wollen Sie den Stellenwert von Jugendanliegen in der Politik stärken? Was möchten Sie für die Jugend in Österreich in den nächsten Jahren bewirken?
  9. Umwelt – Was sind im Bereich der Umweltpolitik ihre Hauptanliegen? Wie wollen Sie nachhaltige Umweltpolitik für junge Menschen sicherstellen?
  10. Integration – Wie wollen Sie die Integration, insbesondere junger Menschen, in der Gesellschaft fördern?
  11. Antidiskriminierung – Was wollen Sie gegen Diskriminierungen junger Menschen (z.B. aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Religion) unternehmen?
  12. Jugendförderung: Wie stehen Sie zu einer Inflationsanpassung im Jugendbereich (Jugendförderungen, Familienbeihilfe, Studienbeihilfe)? (Wie und bis wann) wollen Sie diese umsetzen? Wollen Sie neue Förderungen für junge Menschen, beispielsweise Wohnbeihilfe, einführen?
  13. Europapolitik – Wie wollen Sie die politische Zusammenarbeit auf EU-Ebene nutzen? Wo sehen Sie Vorteile oder Nachteile der EU für junge Menschen?

1. Jugendschutz

Wie stehen Sie zu der Frage einer Vereinheitlichung der
Jugendschutzgesetze in Österreich? (Wie) wollen Sie
diese erreichen?

Werner Faymann
SPÖ

Nach wie vor gibt es neun unterschiedliche Jugendschutzgesetze in Österreich und noch immer entscheiden Ländergrenzen über Ausgehzeiten und Alkoholkonsum. Diese Unterschiede sind für die Mehrheit der Jugendlichen, aber auch für viele Erwachsenen nicht nachvollziehbar. Die SPÖ tritt daher in enger Abstimmung mit den Ländern weiterhin für eine bundesweite Harmonisierung der Jugendschutzbestimmungen ein.

Michael Spindelegger
ÖVP

Die Harmonisierung des Jugendschutzes ist und bleibt ein wichtiges Ziel der ÖVP. Denn einheitliche Regelungen verschaffen Jugendlichen eine bessere Orientierung. Mit Unterstützung aller relevanten Akteure, wie beispielsweise der Bundesjugendvertretung, wollen wir in der nächsten Legislaturperiode die Bemühungen um eine Einigung mit den zuständigen Ländern fortsetzen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Wir sind für ein einheitliches Jugendschutzgesetz, weil bei allem Verständnis für den Föderalismus die Angelegenheiten des Schutzes Jugendlicher Bundessache sein muss. Umgesetzt werden soll das über ein Bundesjugendschutzgesetz.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Es ist nicht nachvollziehbar, dass es in Österreich 9 Regelungen für 9 Bundesländer gibt. Diese werden dem jugendlichen Alltag nicht gerecht: Jugendliche gehen in Tirol zur Schule, machen Urlaub in Wien und treffen Freunde in Oberösterreich. In jedem dieser Länder gelten unterschiedliche Jugendschutzgesetze. Eine einheitliche Regelung für alle Jugendlichen ist anzustreben, bei einer Regierungsbildung festzuschreiben und auch zeitnah umzusetzen.

Josef Bucher
BZÖ

Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass es nach jahrelangen Bemühungen noch immer keinen bundeseinheitlichen Jugendschutz gibt, weil die Bundesländer dies immer verhindern. Solange aber die Bundesländer bei dieser Frage mitentscheiden können, wird es keine Lösung geben, da manche einen sehr strengen andere einen eher lockeren Jugendschutz haben wollen.

Frank Stronach
FRANK

Wir streben ein einheitliches Jugendschutzgesetz an.  Dazu braucht es lediglich einen Gesetzesbeschluss und die notwendige Mehrheit im Parlament.

Mirko Messner
KPÖ

In neun Ländern gibt es neun Jugendschutzgesetze. Dieser extreme Föderalismus verhindert sinnvolle Reformen – nicht nur im Jugendschutz. Die riesigen Politapparate der Länder dienen ausschließlich dem Erhalt parteipolitischer Pfründe und erhalten enorme Parteienfinanzierung. Die KPÖ ist deshalb für eine einheitliche Gesetzgebung auf Bundesebene. Gestärkt werden sollen die Gemeinden, die viele wichtige Leistungen auch für Jugendliche bereitstellen.

Matthias Strolz
NEOS

Es gibt keinen vernünftigen Grund für verschiedene Jugendschutzvorschriften der Bundesländer. Die Vereinheitlich soll über ein entsprechendes Bundesgesetz erfolgen.

Mario Wieser
PIRAT

Eine einheitliches Jugendschutzgesetz ist längst überfällig. Die theoretischen Grenzen zwischen den Bundesländern gehen komplett an der Realität der Jugendlichen vorbei und sorgen nur für Verwirrung besonders in Grenzregionen.

2. Bildung

Was möchten Sie im Bildungsbereich
für junge Menschen umsetzen?

Werner Faymann
SPÖ

Bildung bestimmt die Zukunft jedes/jeder Einzelnen und damit der Gesellschaft. Jedes Kind muss die Chance auf beste Bildung und Ausbildung haben – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dafür braucht es einen freien Zugang zu Universitäten und eine Schule, die die Kinder nicht schon mit 10 Jahren auseinander dividiert. Deshalb setzen wir uns für die gemeinsame Schule ein. Dass die Neue Mittelschule zur Regelschule wird, ist ein erster wichtiger Schritt.

Michael Spindelegger
ÖVP

Beste Bildung und Ausbildung sind heute das Um und Auf. Damit jeder seine individuellen Fähigkeiten entwickeln kann, setzen wir weiterhin auf das Grundrezept „Fördern und Fordern“ und ein differenziertes Schulsystem. Zudem wollen wir die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems verbessern, mit der Mittleren Reife einen Kompetenznachweis am Ende der 9. Schulstufe schaffen, das Erfolgsmodell der Berufsbildung ausbauen und Weiterbildung fördern.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Wir haben derzeit große Probleme bereits in der Volksschule, weil der Anteil von Kindern, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen, immer größer wird. Erstes Ziel muss daher das Vermitteln von Sprachkenntnissen vor dem Eintritt in das reguläre Schulwesen sein. Solange Studiengebühren wie in der Vergangenheit dazu verwendet werden Budgetlöcher zu stopfen, anstatt sie tatsächlich den Studierenden zukommen zu lassen, werden wir Gebühren nicht zustimmen.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Wir brauchen eine echte Bildungsrevolution um in Österreich ideale Voraussetzungen für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen: Beginnend beim Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung über eine gemeinsame Schule aller 10- bis 14-jährigen mit individualisiertem Unterricht und optimaler Förderung der Begabungen, ganztägigen Schulen mit verschränktem Unterricht bis hin zu Investitionen in die Hochschulen. Auch die Berufsschulen und Lehre sind reformbedürftig, um Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern.

Josef Bucher
BZÖ

Für das BZÖ ist es wichtig, dass jeder Jugendliche den Bildungsabschluss erreicht zu dem er individuell fähig ist. Dazu ist es notwendig unser Bildungssystem durchlässiger zu gestalten, d. h. zwischen den einzelnen Ausbildungswegen leichter wechseln zu können. Die einzelnen Schulen sollen mehr Autonomie, etwa bei der Auswahl der Lehrkräfte, erhalten. Die Rolle der Lehrenden ist neu zu definieren. Über 30 Verhandlungsrunden für ein neues Dienstrecht sind jedenfalls kein zielführender Weg.

Frank Stronach
FRANK

Wir fordern  zeitgemäße Strukturen in der Schulverwaltung, eine Reform der Lehrerausbildung und streben die Autonomie der Schulen an. Schulen sollen ausgebaut werden und sowohl die beste Ausbildung als auch eine gute Kinderbetreuung und Aktivitäten für Jugendliche anbieten. Der Sportunterricht soll ausgeweitet werden und wir treten dafür ein, dass in jedem Schultyp praktisches, technisches und naturwissenschaftliches Wissen und Können vermittelt wird.

Mirko Messner
KPÖ

Österreich hat einen Nachholbedarf von Jahrzehnten, um ein Schulsystem ohne soziale Barrieren zu schaffen. Das beginnt bei der Wertschätzung der Arbeit der Kindergarten-PädagogInnen, einem ausreichend hohen Betreuungsschlüssel in allen Bildungsbereichen und endet beim freien Zugang zu den Hochschulen, ohne selektive Eingangsphasen und sonstige Formen des Ausschlusses.

Matthias Strolz
NEOS

•    Kindergärten als erste Bildungseinrichtung aufwerten
•    Finanzielle, personelle und pädagogische Autonomie für Schulen
•    Vielfalt und Individualität mit dem gemeinsamen Mindestziel der Mittleren Reife
•    Bessere Ausbildung und berufliche Flexibilität für Lehrer
•    Aufwertung der Lehre durch flexible Weiterqualifizierungspfade
•    Finanzierung international wettbewerbsfähiger Hochschulen
•    Bildungskontos für mehr Beteiligung am lebenslangen Lernen

Mario Wieser
PIRAT

Ein Bildungssystem, in dem Kinder und Jugendliche so früh wie möglich in ihren Talenten und Fähigkeiten kontinuierlich gefördert sowie in ihren Schwächen unterstützt werden. Denn nur mündigen, selbstbestimm­ten und aufgeklär­ten Menschen ist Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen zumutbar. Wir sehen in einer besser gebildeten Bevölkerung einen Gewinn für die Gesellschaft, der weit über quantifizierbare Effekte hinausgeht.

3. Arbeitsmarkt

Wie wollen Sie gegen die steigende
Jugendarbeitslosigkeit und die Zunahme
unsicherer Arbeitsverhältnisse vorgehen?

Werner Faymann
SPÖ

Bei der Jugendbeschäftigung ist Österreich u.a. durch die Ausbildungsgarantie Musterschüler in Europa. Weiters wollen wir prekäre Beschäftigungsverhältnisse zurückzudrängen (bessere Absicherung von Ein-Personen-Unternehmen, freien DienstnehmerInnen; Scheinwerkverträge unterbinden, etc.). Auf Druck der SPÖ wurden bereits erste Fortschritte bei der Anmeldung der Sozialversicherung und durch das Lohn- und Sozialdumpingsgesetz erreicht.

Michael Spindelegger
ÖVP

In Österreich ist die Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise niedrig. Das verdanken wir vor allem unserem Erfolgsrezept der dualen Ausbildung, an dem wir festhalten. Dennoch gibt es auch Handlungsbedarf. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder bei der Lehre, die attraktiver gestaltet werden soll. Unterstützung bei Praktika soll ein neuer Qualitäts-Check bringen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Zu hohe Steuern vernichten Arbeitsplätze. Österreich ist ein Hochsteuerland und das ist ein Hauptgrund dafür, dass es auch für junge Menschen immer schwieriger wird, einen Arbeitsplatz zu finden. Wir möchten Österreich bis tief in die Strukturen hinein reformieren und modernisieren, damit wir weniger Geld für Reibungsverluste ausgeben und mit diesen Entlastungsmaßnahmen Raum für neue Arbeitsplätze schaffen können.

Eva Glawischnig
GRÜNE

In Österreich gibt es viel Arbeit, die ungerecht verteilt und entlohnt ist. Wir brauchen gerechte Verteilung von Arbeit (teurere Überstunden, kürzere Arbeitszeit, Sabbaticals,….) bessere Gesetze (Schutz vor Scheinpraktika, Ausbeutung, schlechte Arbeitsbedingungen,…) Investitionen in Zukunftsbranchen wie Umwelt, Wissenschaft, Soziales, Kultur,… einen Mindestlohn von mindestens € 8,50 in der Stunde Förderungen beim Berufseinstieg im gemeinnützigen Bereich

Josef Bucher
BZÖ

Ziel der Bildungspolitik muss es sein den jungen Menschen einen erfolgreichen Eintritt auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. Dazu ist es notwendig verstärkt auch mit der Wirtschaft zu kooperieren, etwa mit Schnupperlehren oder Praktika in den Ferien. Auf diese Weise ist es für die Jugendlichen möglich schon frühzeitig ihr zukünftiges Tätigkeitsfeld zu finden.

Frank Stronach
FRANK

Es braucht eine Lehrstellengarantie, Jobcoachings und vor Allem steuerliche Anreize für Unternehmer wenn sie Lehrlinge aufnehmen. Bereits bei der Berufswahl von Jugendlichen sollte man durch intensivere Information das breite Ausbildungsangebot aufzeigen.

Mirko Messner
KPÖ

Viele, die einen Arbeitsplatz haben, sind überlastet und müssen Überstunden machen – oft unbezahlt. Auf der anderen Seite finden gerade Jugendliche oft keinen Arbeitsplatz mehr. Daher tritt die KPÖ für eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich ein. Wir sagen: Verteilen wir die Lohnarbeit gerecht – Das schafft Arbeitsplätze und Lebensqualität.

Matthias Strolz
NEOS

Der wichtigste Hebel ist die Qualität des Bildungssystems. Investieren wir! Zudem brauchen wir wettbewerbsfähige und innovative Unternehmen, denn sie schaffen Arbeitsplätze. Die Politik hat die Rahmenbedingungen bereit zu stellen. Von der Entbürokratisierung bis zur steuerlichen Entlastung des Faktors Arbeit. Letztlich hat das Problem eine internationale Dimension, der wir durch eine aktive Politik auf europäischer Ebene begegnen müssen.

Mario Wieser
PIRAT

  • Wir sehen das duale Ausbildungsmodell in Österreich als Erfolgsmodell an, das aber qualitativ aufgewertet und durch eine Fortbildungskomponente ergänzt werden muss, die international anerkannte Abschlüsse anbietet.
  • Wir wollen geringerer Sicherheit auf Arbeitsplatzseite mit höherer Sicherheit auf sozialer Seite entgegenwirken. Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen soll nicht nur die geringere Arbeitsplatzsicherheit ausgeglichen werden, sondern auch mehr persönliche Freiheit ermöglicht werden

 

4. Jugendgerichtsbarkeit

Welche Maßnahmen sehen Sie im Bereich
der Jugendgerichtsbarkeit als notwendig?

Werner Faymann
SPÖ

Wir fordern die Wiedereinführung des Jugendgerichtshofes. Gegen den Rat aller ExpertInnen hatten ÖVP und FPÖ den Jugendgerichtshof zerschlagen, obwohl er europaweit Vorzeigecharakter hatte und geringste Rückfallquoten aufwies. Diese Fehlentscheidung müssen jetzt Jugendliche büßen, die anstatt eine zweite Chance zu erhalten, unerträglichen Zuständen ausgesetzt sind. Weiters müssen Sozialarbeit und psychologische Betreuung im Jugendstrafvollzug ausgebaut werden.

Michael Spindelegger
ÖVP

Die ÖVP setzt sich für eine moderne Jugendgerichtsbarkeit ein. Dazu gehören insbesondere verbesserte Haftbedingungen für jugendliche Straftäter. Ein umfassendes Maßnahmenpaket des Justizministeriums sieht eine Reihe von Neuerungen vor: Nur noch zwei Jugendliche pro Zelle, eine Erweiterung des Arbeitsangebotes innerhalb der Haft, spezielle Schulungen für Bedienstete im Jugendstrafvollzug und mehr Informationen über Beschwerdemöglichkeiten.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Die in der jüngeren Vergangenheit bekannt gewordenen Missbrauchsfälle zeigen klar auf, dass Österreich eigene Vollzugsanstalten für Jugendliche braucht. Es wird dringend notwendig sein, so rasch wie möglich die gesetzlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Für Jugendlichen darf (Untersuchungs-)Haft nur das allerletzte Mittel sein.

  • Jugendgerichtshof in Wien und Jugendkompetenzzentren in Ballungsräumen
  • Alternativen zur Untersuchungshaft
  • verstärkter Einsatz von PsychologInnen/SozialarbeiterInnen
  • geringere Einschlusszeiten
  • Ausbau der jugendspezifischen Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
  • freiwillige gemeinnützige Arbeit statt kurzer Freiheitsstrafen
  • Ausbau der Besuchsmöglichkeiten

Josef Bucher
BZÖ

Gerade die jüngsten Vorkommnisse zeigen, dass die Jugendgerichtsbarkeit reformbedürftig ist. Im Mittelpunkt sollte die Möglichkeit der Diversion stehen und nur in jenen Fällen, wo diese nicht möglich ist Strafen verhängt werden. Sollte eine Gefängnisstrafe verhängt werden, so muss in den Haftanstalten auf die spezielle Situation mehr Rücksicht genommen werden, um gewalttätige Übergriffe zu verhindern.

Frank Stronach
FRANK

Der Jugendstrafvollzug muss völlig neu organisiert werden. Wenn Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten, muss man ihnen den Weg zurück ermöglichen. Dazu gehört an erster Stelle sinnvolle Beschäftigung wobei besonderes Augenmerk auf das Schließen von Lücken in der Schulbildung gelegt werden muss. Wichtig ist auch, dass Jugendliche in einer Haftanstalt ausreichend beschäftigt werden, so  dass im Rahmen eines Sozialprojekts auch Sportler mit den Jugendlichen Trainingseinheiten absolvieren. Das ist ein guter Beitrag für erfolgreiche Resozialisierung.

Mirko Messner
KPÖ

Zuerst braucht es verbesserte Maßnahmen bei der Prävention von Verbrechen: Dazu gehört das Verbot des sogenannten „kleinen Glückspiels“, mehr Ausgaben für Sozialarbeit und Streetworker – leider wird im Sozialbereich gespart. Der Jugendgerichtshof, der von FPÖ und ÖVP zerstört wurde, soll wieder eingeführt werden. Insgesamt wird auch bei die Jugendgerichtsbarkeit mehr finanzielle Mittel.

Matthias Strolz
NEOS

NEOS fordert die sofortige Wiedereinführung des Jugendgerichtshofs, welcher für die Abhandlung von Straftaten Jugendlicher unbedingt notwendig ist. Des Weiteren müssen die finanziellen Kürzungen im Jugendstrafvollzug zurückgenommen werden. Die unerträglichen Zustände im Jugendstrafvollzug müssen so rasch wie möglich beseitigt und die Betreuungssituation der Häftlinge verbessert werden.

Mario Wieser
PIRAT

Bagatelldelikte wie ein Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz oder eine Urheberrechtsverletzung dürfen keine existzenzbedrohenden Maßnahmen nach sich ziehen. Im Vollzug muss das oberste Ziel die Resozialisierung sein; und falsch verstandener „harter“ Strafvollzug bei vergleichsweise weniger schwerwiegenden Straftaten, der Resozialisierung eher verhindert als herbeiführt, muss eingestellt werden. Die Wiedereinführung des Jugendgerichtshofs halten wir für sinnvoll.

5. Kinderrechte

Wie wollen Sie die Einhaltung der Kinderrechte
(gemäß UNO-Kinderrechtskonvention)
in Österreich sicherstellen?

Werner Faymann
SPÖ

Seit dem 20. November 1989, dem Tag, an dem die UN die Kinderrechtskonvention beschlossen hat, ist auch in Österreich viel passiert. Etwa 2011, als die Kinderrechte in der Verfassung verankert wurden. Das gilt es nun mit Leben zu füllen. 70.000 Euro wurden vom Familienministerium für ein entsprechendes Monitoring in Aussicht gestellt.

Michael Spindelegger
ÖVP

Kinder sind unsere Zukunft und ihr Wohl hat für uns oberste Priorität. Aus diesem Grund haben wir uns für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung stark gemacht. Damit werden Kindern die Rahmenbedingungen zugesichert, die sie brauchen, um sich entwickeln zu können.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Kinderrechte müssen in der Verfassung verankert sein. Diskussionsbedarf gibt es in diesem Zusammenhang auch rund um die Frage der Rechte von Kindern auf beide Elternteile und auf gemeinsame Obsorge nach dem Vorbild der Bundesrepublik Deutschland. Wir wollen mit allen Mitteln verhindern, dass Probleme von Erwachsenen auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Der Schutz aller Kinder in Österreich ist unvollständig: 45 inhaltliche Artikel der UNKinderrechtskonvention wurden auf ganze 6 Artikel für Österreich gekürzt. Wer Kinderrechte ernst nimmt, muss alle Artikel in die Verfassung schreiben. Außerdem

  • Jährliches öffentliches Kinderrechte-Monitoring
  • jährlicher Bericht mit Empfehlungen und Umsetzungsvorschlägen So werden Kinder- und Jugendrechte in den Mittelpunkt politischen Handelns gerückt.

Josef Bucher
BZÖ

Die Kinderrechte sind für jede entwickelte Gesellschaft sehr wichtig. Die Sicherstellung der Einhaltung muss von allen betroffenen Behörden gewährleistet werden. Es sind aber auch alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen aktiv zu werden, wenn sie feststellen, dass Kinderrechte missachtet werden.

Frank Stronach
FRANK

Die Rechte von Kindern sind in Österreich in der Verfassung verankert. Das sind unter Anderem ein Rechtsanspruch auf Schutz und Fürsorge, ein Recht auf gewaltfreie Erziehung, altersgerechte Mitspracherechte und ein Verbot von Kinderarbeit und ein regelmäßiger Kontakt zu beiden Elternteilen. Die Umsetzung liegt bei den Eltern. Aus diesem Grund sind Familien bzw. die Erziehungsberechtigten von Kindern bestmöglich zu unterstützen, damit Sie ihren Kindern diese Rahmenbedingungen auch gewähren können.

Mirko Messner
KPÖ

Die UN-Kinderrechtskonvention muss vollständig in die Verfassung aufgenommen werden – das würde die Position der Kinderrechte deutlich stärken. Zu den Kinderrechten gehört das „Recht auf angemessenen Lebensstandard“. 2010 waren im reichen Österreich 268.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren armutsgefährdet. An diese Armutszahlen dürfen wir uns nicht gewöhnen – sie sind ein Skandal.

Matthias Strolz
NEOS

Die internationalen Konventionen sind auf Punkt und Beistrich in das österreichische Recht zu übernehmen, geforderte Strukturen (etwa unabhängige und weisungsfreie Kinderanwaltschaften) zu schaffen.

Mario Wieser
PIRAT

Das Schulsystem in Österreich muss durchlässiger werden. Wir wünschen uns eine vielfältige Bildungslandschaft – weder die soziale und kulturelle Herkunft noch die wirtschaftli­chen Voraussetzungen des Eltern­hauses dürfen einen Einfluss auf den individu­ellen Zugang zur Bildung haben. Kein Schüler und keine Schülerin soll ohne Schulabschluss bleiben. Nur mündige und kritische junge Menschen können bei Entscheidungen mitreden, die ihr Wohlergehen betreffen.

6. Mitbestimmung

Wie wollen Sie junge Menschen an
politischen Prozessen teilhaben lassen?

Werner Faymann
SPÖ

Die Senkung des Wahlalters auf 16 geht auf eine Initiative der SJ zurück, die wir als SPÖ dankend aufgenommen und im Parlament durchgesetzt haben. Das ermöglicht jungen Menschen mehr Teilhabe und wird auch gut angenommen, wenn man einen Blick auf die Wahlbeteiligung bei den ErstwählerInnen wirft. Das Beispiel zeigt auch, dass sich Engagement in Jugendorganisationen lohnt – auch dafür gibt es im Vor- und Umfeld von politischen Bewegungen viele Möglichkeiten.

Michael Spindelegger
ÖVP

Ein wichtiger Schritt für mehr Mitbestimmung war die Senkung des Wahlalters. Aber auch abseits von Wahlen wollen wir Jugendliche stärker einbinden. Das passiert bei der neuen Jugendstrategie und war auch beim Demokratiepaket, das wir in junge Hände gelegt haben, der Fall. Für einen besseren Überblick über Politik und Medien soll es künftig ein Pflichtfach „Politische Bildung und Staatskunde“ ab der Mittelstufe geben.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Wir stellen fest, dass es großen Zulauf zu unserer Jugendorganisation gibt. Die Behauptung, dass sich jungen Menschen nicht für Politik interessieren, ist also falsch. Wir haben auf allen Ebenen, in den Gemeinden, in den Bezirksvertretungen, in den Landtagen und auch im Nationalrat auch sehr jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, über die Zukunft Österreichs mitzuentscheiden. Diesen Weg setzen wir fort.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Die aktive Einbingung von Kindern und Jugendliche in die Gestaltung ihrer Umgebung stärkt die Demokratie. Das wollen wir fördern.

  • Jugendliche sind in Gesetzwerdungsprozesse einzubinden
  • Kinder- und Jugendorganisationen sind als InteressensvertreterInnen von Kindern und Jugendlichen entsprechend einzubinden.
  • Die Bundesjugendvertretung bekommt einen besonderen Stellenwert in der Regierung als aktiver Part in der Sozialpartnerschaft.

Josef Bucher
BZÖ

Die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 war ein erster und wichtiger Schritt, dem nun weitere folgen müssen. Wichtig ist die Stärkung der politischen Bildung in den Schulen, auch im Hinblick auf die Beobachtung der politischen Entscheidungsfindungsprozesse. Nur wer sich schon in der Jugend mit Politik auseinandersetzt, wird auch später aktiv am politischen Leben teilnehmen.

Frank Stronach
FRANK

Politikverdrossenheit entsteht dadurch, dass die meisten Politiker ein sehr begrenztes zeitliches Verständnis von Zukunft haben, sie denken nur von Wahl zu Wahl. Jugendlichen wird die Parteibuchwirtschaft bereits in jungen Jahren als Maß aller Dinge präsentiert. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit jungen Menschen die herrschenden Strukturen zu verändern und das Interesse junger Menschen an der Politik wieder zu wecken. Für uns sind die Jugendlichen nicht die Wähler von Morgen, sondern die Reformkraft von heute.

Mirko Messner
KPÖ

In den Stadtteilen und Gemeinden braucht es öffentliche Versammlungen, in denen alle Bürger und Bürgerinnen mitbestimmen können. Auch kommunale Budgets sollen ähnlich gestaltet werden. Mehr Mitbestimmung für junge Menschen braucht es auch in den Schulen, im Lehrbetrieb, am Arbeitsplatz… Wir wollen alle Bereiche des Lebens so gestalten, dass jeder und jede ermutigt wird, sich für die eigenen Anliegen und Rechte einzusetzen.

Matthias Strolz
NEOS

Junge Menschen habe großes Interesse an der Politik. Letztlich ist es ihre Zukunft, die durch ein versteinertes Bildungssystem, fehlende Finanzierung zukünftiger Pensionen und eine stetig steigende Staatsverschuldung aufs Spiel gesetzt wird. Daher müssen wir Strukturen schaffen, welchen den Jugendlichen die Teilnahme an der Politik optimal ermöglicht. Auch, aber nicht nur online.

Mario Wieser
PIRAT

Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben so weit mitzubestimmen, wie er es möchte. Wir fordern hierfür einen starken Ausbau der direktdemokratischen Mittel. Die verstärkte Nutzung neuer Kommunikationstechnologien in politischen Prozessen ist dabei ein guter erster Schritt in Richtung mehr Teilhabe und Mitbestimmung – nicht nur für junge Menschen.

7. Generationengerechtigkeit

Wie wollen Sie die Gerechtigkeit zwischen
den Generationen fördern, beispielsweise bei den
Themen Mitbestimmung und Pensionen?

Werner Faymann
SPÖ

Zu Mitbestimmung siehe Antwort auf Frage 6. Je mehr (junge) Menschen Arbeit haben, desto gesicherter sind die Pensionen.  Als Sozialdemokratie setzen wir uns dafür ein, dass Menschen in Würde altern können und eine solide finanzielle Absicherung haben. Wir setzen auf sichere gesetzliche Pensionen statt risikoreiche Pensionsfonds. Altersarmut betrifft derzeit vor allem Frauen. Auch hier setzen wir Maßnahmen, um die Möglichkeiten einer durchgängigen (Vollzeit-)Arbeit bereits im Erwerbsleben zu verbessern.

Michael Spindelegger
ÖVP

Österreich braucht ein Miteinander der Generationen, wo niemand auf Kosten des anderen lebt. Der neue Generationen-Scan, der Gesetze auf Langzeitfolgen überprüft, ist dafür ein wichtiges Instrument. In der Frage der Pensionen sichert die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters die Pension für heute Junge, ohne dazu in bestehende einzugreifen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Pensionen für jene Menschen, die heute noch Teil der Jugend sind, werden wir dann sichern können, wenn wir eine ausgewogene Sozialpolitik betreiben. Hier spielt auch die Zuwanderung eine große Rolle. Es ist grundweg falsch, Menschen, die aufgrund fehlender Qualifikationen keine Chance auf eine Arbeit in Österreich haben und lediglich in das Sozialsystem einwandern, ins Land einzuladen.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Die Sicherung der Pensionen ist kein wirtschaftliches Problem, sondern ein politisches: Mit Angstmache werden Kürzungen durchgesetzt, die letztlich den heute jungen Menschen schaden. Gegen Angstmache und Neidpropaganda hilft nur Transparenz. Wir wollen ein einheitliches, transparentes Pensionssystem für alle. Unser Modell kennt eine existenzsichernden Grundpension und eine Versicherungspension, die zusammen gedeckelt sind.

 

Josef Bucher
BZÖ

Eine gute Politik wägt die Bedürfnisse aller Generationen ab und stellt so Generationengerechtigkeit her. Derzeit hat die ältere Generation bei vielen Fragen ein höheres Gewicht, weil die Regierungsparteien sehr auf die Stimmen der älteren Mitbürger setzen. Im Sinne eines gleichberechtigten Miteinanders sollte daher auch die Bundesjugendvertretung mehr Gehör finden, dafür werde ich mich einsetzen.

Frank Stronach
FRANK

Wir wollen Steueranreize schaffen, die es auch für Senioren attraktiv machen, länger zu arbeiten, und ein transparentes Pensionskonto, sodass jeder selbst entscheiden kann, wann er in Pension gehen kann aber auch sieht was er bereits eingezahlt hat.

Mirko Messner
KPÖ

Viele ältere Menschen sind genauso von Arbeitslosigkeit betroffen, wie Junge. Altersarmut in Österreich nimmt genauso erschreckend zu wie die Armut unter Kindern und Jugendlichen. Für die KPÖ ist soziale Gerechtigkeit wichtig, nicht das Ausspielen von Alt gegen Jung. Reichtum schaffen wir alle genug – dennoch werden Reiche reicher und Arme ärmer. Wir sagen: Es ist genug für alle da! Umverteilung, nicht Hetze gegen Gruppen, ist die Lösung.

Matthias Strolz
NEOS

Wir verlangen einerseits den Abbau echter Pensionsprivilegien aber auch einen Systemwechsel hin zu einem flexibleren Pensionsantrittsmodell. Das faktische Antrittsalter muss umgehend erhöht werden und Anreize müssen gesetzt werden, damit Eigenvorsorge sich lohnt. Darüber hinaus fordern wir endlich ein Umdenken in Bezug auf die Staatsschulden – Denn Schulden fressen Zukunft auf!

Mario Wieser
PIRAT

Wir sehen moderne Mitbestimmungsmöglichkeiten und mehr direkte Einflussnahme auf die Politik als zukunftsweisende Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten bieten zu können. Die daraus resultierende höhere Beteilung jüngerer Menschen am politischen Geschehen führt zu einem besseren Ausgleich der Interessen zwischen jung und alt.

8. Jugendpolitik

Wie wollen Sie den Stellenwert von Jugendanliegen
in der Politik stärken? Was möchten Sie für die
Jugend in Österreich in den nächsten Jahren bewirken?

Werner Faymann
SPÖ

Jugendanliegen betreffen alle Politikbereiche. Bildung, Ausbildung, Arbeit, leistbares Wohnen und Mobilität sind Themen, die für Junge ganz besonders relevant sind. Wir wollen Maßnahmen in der Ausbildung setzen, damit ab 2015 kein Jugendlicher mehr nur den Pflichtschulabschluss hat. Weiters kämpfen wir für ein zeitgemäßes und modernes Schulsystem, das alle Kinder gemäß ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Begabungen fördert.

Michael Spindelegger
ÖVP

Effektive Jugendpolitik muss Jugendliche dort abholen, wo sie sind. Die neue Jugendstrategie wurde daher bewusst als ein offen gestalteter Prozess gestartet, der aus Betroffenen Beteiligte macht. Ziel der Strategie ist es, für Jugendliche die Bewerbung und Jobsuche zu erleichtern, die Mitbestimmung auszubauen und den Freiwilligeneinsatz zu fördern.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Wesentlichste Maßnahme ist natürlich, unser Bildungssystem für die Zukunft fit zu machen und damit eine profunden Ausbildungsgrundlage, egal ob im Facharbeiterbereich oder auf akademischer Ebene, sicherzustellen. Zweite wesentliche Maßnahme ist eine grundlegende Reform und Modernisierung unseres Staatsgefüges, um die Belastungen für Arbeitnehmer und Unternehmer endlich wieder auf ein vernünftiges Niveau zu senken. Das sichert Arbeitsplätze für die Zukunft.

Eva Glawischnig
GRÜNE

  • Umsetzung aller Kinder- und Jugendrechte
  • transparente jugendpolitische Schwerpunkte in allen Ministerien
  • Jugendticket im Öffentlichen Verkehr um jährlich 60 Euro in ganz Österreich
  • Klare Gesetze gegen Schein- Praktika
  • Stipendien für Ausbildung im NPO-Bereich
  • Medienkompetenzbildung in Schulen, damit Jugendliche sicher und selbstbestimmt am digitalen
  • Leben teilhaben
  • Aufklärung & Schwangerschaftsverhütung: Gratis-Kondome in der Apotheke

Josef Bucher
BZÖ

Zentrales Anliegen des BZÖ ist die Verbesserung der Bildung, um den Eintritt in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Die verstärkte Einbindung der Bundesjugendvertretung in die Entscheidungsfindungsprozesse ist mir ebenfalls ein wichtiges Anliegen.

Frank Stronach
FRANK

Eine gute Zukunft gibt es nur dann, wenn die Wirtschaft funktioniert und es Arbeitsplätze gibt. Schüler zwischen 16 und 18 sollen die Möglichkeit bekommen, Schnupperlehrkurse zu besuchen, um ihre Talente zu entdecken. Einrichtungen für Jugendliche in Notsituationen brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung und mehr Aufmerksamkeit. Die Jugend ist das größte Kapital einer Gesellschaft und muss deshalb gefördert, gefordert und unterstützt werden.

Mirko Messner
KPÖ

In der KPÖ mischen junge Kandidaten und Kandidatinnen gleichberechtigt, unabhängig und vorne mit. Erreichen wollen wir gemeinsam:
– Kündigungsschutz für Lehrlinge wieder herstellen
– Mehr gemeinsame Bildung (Gesamtschule), mehr Mix-Formen: z.B. Lehre mit Matura fördern
– Schaffung von Brücken und Übergängen im Bildungssystem – Junge Menschen brauchen mehr Zeit, um den „richtigen Bildungsweg zu finden“
–  Stopp den „McJobs“, Lehrlingsentschädigungen erhöhen
– Unis endlich ausfinanzieren

Matthias Strolz
NEOS

NEOS versteht sich seit seiner Gründung als Sprachrohr der Jungen. So gesehen ist alles, was wir tun Jugendpolitik. Das beginnt beim Aufbrechen des Jahrzehnte währenden Stillstandes in der Bildungspolitik und führt über die steuerliche Entlastung der Einkommen und die Schubumkehr bei der Staatsverschuldung bis zur Sicherung der Pensionen auch für die nächsten Generationen.

Mario Wieser
PIRAT

Zunächst einmal ist es wichtig, wieder mehr junge Menschen für Politik zu begeistern. Dies kann man mit neuen Kommunikationsformen oder mehr direkter Teilhabe, aber auch mit der verstärkten Thematisierung von für junge Menschen relevanten Themen erreichen. Zusätzlich sind wir eine Mitmachpartei – es gibt sehr geringe Einstiegshürden und kaum Hierarchieebenen. Damit bieten wir die idealen Vorrausetzungen, um sich als junger Mensch politisch zu engagieren, und haben wohl auch deshalb die mit Abstand jüngste Wahlliste bei dieser Nationalratswahl.

9. Umwelt

Was sind im Bereich der Umweltpolitik ihre Hauptanliegen?
Wie wollen Sie nachhaltige Umweltpolitik für
junge Menschen sicherstellen?

Werner Faymann
SPÖ

Der Kampf gegen die Ursachen des globalen Klimawandels und internationales Engagement gegen die Kernenergie sind die zentralen Eckpunkte nachhaltiger SPÖ-Umweltpolitik. Der eingeschlagene Weg einer nachhaltigen Energiepolitik – die effiziente Nutzung von Energie und Ressourcen und der möglichst rasche Umstieg auf erneuerbare Energien – muss in allen Bereichen weiter beschritten werden.

Michael Spindelegger
ÖVP

Wir wollen der Jugend ein besseres Österreich übergeben. Im Umweltbereich erfordert das sowohl den schonenden Umgang mit Ressourcen als auch ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz. Auch braucht es den weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien als saubere, nachhaltige Energiequelle. Mit dem Fokus auf „green jobs“ schaffen wir zudem neue Arbeitsplätze, die Umweltschutz mit Wirtschaftswachstum zu einer nachhaltigen Form des Wirtschaftens verbinden.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Unser Ziel ist es, Österreich von Energieimporten – und hier spielen fossile Energieträger noch immer eine große Rolle – unabhängiger zu machen. Daher soll es für Energie aus erneuerbaren Primärenergieträgern einen reduzierten Mehrwertsteuersatz geben. Wir haben zum Thema auch einige Bücher herausgegeben, die in der Bundesgeschäftsstelle der FPÖ kostenfrei angefordert werden können.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Sauberes Wasser, gute Luft und eine intakte Natur sind kein Luxus, sondern unsere Lebensgrundlage.
Wir wollen

  • eine Energiewende, die den Energieverbrauch in 10 Jahren um 20% verringert, auf 100% erneuerbare Energie setzt und die Ölabhängigkeit beendet sowie auf gefährliche Technologien wie Atomenergie oder die Förderung von Schiefergas verzichtet
  • und eine Verkehrswende mit Öffi- Ausbau-Offensive und Jugendticket für ganz Österreich um € 60,-

Josef Bucher
BZÖ

Nachhaltigkeit darf nicht nur ein Schlagwort bleiben. Deshalb steht das BZÖ für die Förderung von alternativen Energieformen aus erneuerbaren Quellen, die thermische Sanierung von Gebäuden und die schonende Nutzung von natürlichen Ressourcen. Ziel des BZÖ ist es Österreich energieautark zu machen.

Frank Stronach
FRANK

Wir sind für die Errichtung einer kleinen, hoch spezialisierten Universität mit Experten aus den Naturwissenschaften und der Wirtschaft, die gemeinsam mit den besten Studenten zukunftsweisende Umwelttechnologien erarbeiten. Österreich soll eine absolute Vorreiterrolle in der Umwelttechnologie einnehmen und sowohl die besten Fachkräfte als auch die besten Technologien hervorbringen.

Mirko Messner
KPÖ

Eine Absage an die zunehmende Produktion zerstörerischer, überflüssiger und schnell verschleißender Güter – Waffen, Verpackungen, Werbung, Luxusgüter, Leuchtreklame sind Beispiele dafür –  ist notwendig. Im Kapitalismus zählt aber nur den Profit von heute – die Kosten und Umweltschäden von morgen müssen wir alle ausbaden. Verstärkt leiden unter Umweltbelastungen auch immer die sozial Schwächeren. Wir bleiben dran an der Überwindung dieser unvernünftigen Wirtschaftsweise!

Matthias Strolz
NEOS

Ehrliche Umweltpolitik ist eine Frage der Generationengerechtigkeit und erfordert vor allem Transparenz. Ein wesentlicher Hebel ist die umfassende Kostenwahrheit. Das bedeutet echtes Umdenken und Umlenken – einen Systemwandel. Darüber hinaus müssen wir auch international eine aktive Rolle für den Schutz unserer Umwelt übernehmen.

Mario Wieser
PIRAT

Wir sind der Meinung, dass wir Technologie nutzen müssen, um die Welt zu verbessern. In puncto Umweltschutz bedeutet das, dass einerseits effizientere Lösungen gefunden werden müssen, sodass bei gleicher Leistung weniger Strom verbraucht wird. Anderseits muss die Gewinnung von erneuerbaren Energien viel stärker gefördert werden. Außerdem muss ein Umdenken stattfinden – hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil und weg von Gleichgültigkeit und Konsumwahn.

10. Integration

Wie wollen Sie die Integration, insbesondere
junger Menschen, in der Gesellschaft fördern?

Werner Faymann
SPÖ

Zu einer gelungenen Integration gehört Deutsch als gemeinsame Sprache für alle und dass jedes Kind bereits im Kindergarten auch im Erlernen der deutschen Sprache gefördert wird. Weiters setzen wir uns für die Sicherstellung von Aus- und Weiterbildung, gleichen Aufstiegschancen, humanen Arbeitsbedingungen sowie sozialer Sicherheit unabhängig von der Herkunft ein. Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und Zertifikaten soll sachgerecht erleichtert und verbessert werden.

Michael Spindelegger
ÖVP

Der Schlüssel für eine gelungene Integration liegt in der Sprache. Denn wer am öffentlichen Leben teilhaben möchte, muss sich verständigen können. Gerade bei jungen Menschen müssen daher fehlende Deutschkenntnisse rasch nachgeholt werden, um ihnen die besten Startvoraussetzungen im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Niemand, der nach Österreich einwandert, wird an Integration gehindert. Integration ist in hohem Ausmaß eine Bringschuld. Österreich stellt alle Möglichkeiten zur Verfügung, damit Menschen in unserem Land eine neue Heimat finden können. Wichtigste Eckpunkte sind für uns das Erlernen der deutschen Sprache, der Respekt vor unserer Kultur und Lebensart sowie das Befolgen unserer Gesetze und unserer Verfassung.

Eva Glawischnig
GRÜNE

  • Flächendeckende, leistbare Deutschkurse mit Kinderbetreuung.
  • Mehr Kindergartenplätze, zweites verpflichtendes Kindergartenjahr
  • Wer rechtmäßig hier lebt, muss auch arbeiten dürfen
  • Stärkung von Mädchen/Frauen durch Empowerment, Mädchenprojekte, Frauenberatungsstellen
  • faires Bleiberecht
  • Staatsbürgerschaft für hier geborene Kinder rechtmäßig hier lebender Eltern
  • Einbürgerung der „zweiten Generation“ erleichtern
  • Einbürgerungsfrist verkürzen
  • Doppelstaatsbürgerschaften ermöglichen

Josef Bucher
BZÖ

Auch hier steht zunächst die Bildung im Mittelpunkt, nur wer über eine entsprechende Bildung verfügt kann sich auch in die Gesellschaft integrieren. Wichtig ist es für das BZÖ aber auch, dass jedem Menschen signalisiert wird, dass er wichtig für die Gesellschaft ist und er von der Gemeinschaft akzeptiert und gebraucht wird, deshalb sollen alle Organisationen, die Jugendliche aktiv einbinden (z. B. freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, etc.) auch bei ihrer Arbeit gefördert werden.

Frank Stronach
FRANK

Gelungene Integration beruht auf einem wechselseitigen Entgegenkommen und einer Identifikation mit einem Österreich, in dem das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird.
Kulturelle Vielfalt kann für eine Gesellschaft eine große Bereicherung sein. Entscheidend ist, dass die Regeln der Fairness eingehalten werden. Eine faire und transparente Zuwanderungspolitik, die sich an der aktuellen wirtschaftlichen Situation orientiert, ist für alle Beteiligten die beste Lösung. Außerdem fordern wir gezielte Fördermaßnahmen und Kurse zum Erlernen der deutschen Sprache für Migranten.

Mirko Messner
KPÖ

Uns geht es um die Teilhabe aller junger Menschen am gesellschaftlichen Leben und Reichtum. Dazu fordern wir beispielsweise:
– Mobilität – Freifahrt auf allen Öffis
– Kultur- und Freizeitangebote, die leistbar und erreichbar sind
– Garantie sinnvoller und qualitätsvoller Ausbildungsplätze
– Freier Bildungszugang – Bildungsbarrieren aufbrechen
– bedingungsloses Jugendeinkommen für Jugendliche, die nach abgeschlossener Ausbildung keinen Arbeitsplatz erhalten

Matthias Strolz
NEOS

Der wichtigste Hebel für die erfolgreiche Integration junger Menschen ist die Sprachförderung – vor allem auch in der Muttersprache. So wird aus dem bisher größten Nachteil in unserem Bildungssystem und für die berufliche Entwicklung eine Chance.

Mario Wieser
PIRAT

Wir fordern ein weltoffenes Bildungssystem, das Internationalität und kulturelle Vielfalt als Bereicherung ansieht und den Zugewanderten und ihren Kindern gleiche Bildungs- und Berufschancen einräumt. Zudem ist es wichtig, dass Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache nicht in Sonderklassen separiert werden – nur durch Inklusion und gemeinsamen Unterricht können alle Beteiligten profitieren.

11. Antidiskriminierung

Was wollen Sie gegen Diskriminierungen
junger Menschen (z.B. aufgrund von Geschlecht,
Sexualität, Herkunft, Religion) unternehmen?

Werner Faymann
SPÖ

Die SPÖ strebt eine Gesellschaft an, in der sich alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Sexualität – frei entfalten können. Die SPÖ will zu einer Gleichstellung von homosexuellen mit heterosexuellen Paaren im Familienrecht kommen. Gegen die Ungleichbehandlung von Frauen am Arbeitsmarkt haben wir – als ersten Schritt – Maßnahmen für mehr Gehaltstransparenz sowie Frauenquoten für die Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen beschlossen.

Michael Spindelegger
ÖVP

Die ÖVP bekennt sich ganz klar zur Antidiskriminierung. Weder Jung noch Alt dürfen von Diskriminierung betroffen sein. Die Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz hat erst vor kurzem die österreichische Rechtslage weiter verbessert.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Die österreichische Gesetzgebung verbietet in diesem Bereich Diskriminierung und auch unsere Gesellschaft hat sich auf Spielregeln geeinigt, die jene ächten, welche Diskriminierung leben. Für uns gibt es aber auch noch einen weiteren Punkt, der Beachtung finden muss. Es gibt leider viel zu viele Fälle, wo Menschen aufgrund ihrer politischen Ansichten und Überzeugungen diskriminiert werden, beispielsweise bei Postenvergaben. Auch hier müssen wir aktiv werden.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Vielfalt in der Gesellschaft braucht vielfältige Konzepte und Zugänge. Wir wollen Akzeptanz in allen Bereichen des Lebens und Sichtbarkeit auf allen Ebenen – privat, beruflich, medial.

  • Gleichstellung aller PartnerInnenschaften
  • Errichtung einer bundesweiten Antidiskriminierungsstelle
  • Aufklärungskampagnen zum Schutz homosexueller Jugendlicher vor homophober Gewalt
  • Frauen- und Kinderrechte von allen Institutionen und Organisationen einzuhalten

Josef Bucher
BZÖ

Diskriminierung ist für jede Altersgruppe abzulehnen. Hier gilt – wie auch bei den Kinderrechten -, dass alle Behörden die Missstände feststellen entschieden einschreiten. Es gilt aber auch für die Zivilgesellschaft wach zu sein und jede Form von Diskriminierung sichtbar zu machen und zu verurteilen.

Frank Stronach
FRANK

Das Team Stronach spricht sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung aus, besonders auch hinsichtlich des Geschlechts, der religiösen Überzeugung, der Herkunft und der sexuellen Orientierung. Gewalt und Hetze haben in unserer Gesellschaft nichts verloren – wir stehen für eine Kultur des friedlichen und wertschätzenden Miteinanders.

Mirko Messner
KPÖ

Die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen ist in Österreich leider noch immer nicht umgesetzt… Neben gesetzlichen Verbesserungen ist vor allem wichtig, dass Jugendliche überall Anlaufstellen finden, die im Kampf gegen Diskriminierung unterstützen. Wer sich gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit wehrt, soll Respekt und Solidarität vorfinden. Dazu braucht es allerdings eine Gesellschaft, in der Widerständigkeit gefördert und nicht unterdrückt wird.

Matthias Strolz
NEOS

Jeder Form von Diskriminierung ist auf Basis der bestehenden Rechtlage mit äußerster Entschlossenheit entgegenzutreten. Darüber hinaus bedarf es des Abbaus von Vorurteilen und diffusen Ängsten vor dem Unbekannten durch entsprechende Aufklärung und gemeinsame gesellschaftliche Aktivität.

Mario Wieser
PIRAT

Kommunikation, Information, Wissen und Bildung formen die Grundlage unserer Gesellschaft. Ihr Gesicht wird durch Bildung geprägt. Sie setzt die Standards für un­ser Zusammenleben. Von Beginn an müssen richtige Werte und die Tatsache, dass alle Menschen gleichwertig sind, vermittelt werden. Integrations- und multikulturelle Klassen können dabei helfen.

12. Jugendförderung

Wie stehen Sie zu einer Inflationsanpassung
im Jugendbereich (Jugendförderungen, Familienbeihilfe, Studienbeihilfe)?
(Wie und bis wann) wollen Sie diese umsetzen?
Wollen Sie neue Förderungen für junge Menschen,
beispielsweise Wohnbeihilfe, einführen?

Werner Faymann
SPÖ

Leistbares Wohnen und Mobilität sind Grundvoraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Wir setzen uns weiters für eine generelle Erhöhung der Familienbeihilfe und mehr Kinderbetreuungsplätze ein. Weiters sind wir für die Einführung des TOP-Jugend-Tickets für alle Jugendlichen in Ausbildung in allen österreichischen Verkehrsverbünden. Das 7-Punkte-Programm der SPÖ für leistbares Wohnen käme auch vielen jungen Menschen zugute (Mietzinsobergrenzen, Maklergebühren sollen vom Vermieter bezahlt werden, Befristungsmöglichkeiten einschränken, transparentes Mietrecht, etc.).

Michael Spindelegger
ÖVP

Die ÖVP möchte Mut zur Zukunft machen und Jugendliche in ihre Eigenverantwortung und Selbstständigkeit fördern. Ein wichtiger Erfolg auf diesem Weg ist die Direktauszahlung der Familienbeihilfe, die alle zwei Jahre an die Inflation angepasst werden soll. Gezielt fördern wollen wir auch den Start ins Erwachsenenleben und die Eigentumsbildung. Bei der ersten eigenen Wohnung sollen deshalb Grunderwerbssteuer und Grundbuchsgebühr entfallen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Unterstützungsleistungen wie etwa die Familienbeihilfe müssen automatisch und jedes Jahr der Inflation angepasst werden um eine schleichende Entwertung zu verhindern. Wir sind auch der Meinung, dass der soziale Wohnbau und Starterwohnungen vor allem der Jugend zur Verfügung gestellt werden müssen. Zur Entlastung von Familien mit Kindern wollen wir das Familiensteuersplitting einführen.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Die Inflationsanpassung etwa der Familienbeihilfe oder der Studienbeihilfe sind unbedingt notwendige Schritte, da deren Ziele derzeit nicht erreicht werden. Ob es spezifisch für junge Menschen neuer Förderungen bedarf, kann diskutiert werden. Wesentlich ist, das bestehende Leistungen (Wohnbeihilfe, das Stipendiensystem, BMS,…) von unerfüllbaren Voraussetzungen entkoppelt werden. Darüber hinaus müssen Wohnkosten generell gesetzlich begrenzt werden.

Josef Bucher
BZÖ

Das BZÖ hat die Schaffung eines Zukunftsdarlehens vorgeschlagen. Mit diesem Darlehen können Wohnraum, aber auch Ausbildung oder eine Firmengründung finanziert werden. Es ist nur gering verzinst und kann über einen langen Zeitraum zurückbezahlt werden. Auf diese Weise füllt sich langfristig der Topf immer wieder und es können diese Darlehen über einen langen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden.

Frank Stronach
FRANK

Wir vom Team Stronach wollen eine Politik der Verwaltungsvereinfachung und steuerlichen Entlastungen die den Menschen zugutekommt und keine Politik der neuen Förderungen und administrativer Belastung.

Mirko Messner
KPÖ

Die KPÖ fordert die laufende Inflationsanpassung. Kinderarmut darf es nicht geben – deswegen muss die Familienbeihilfe drastisch erhöht werden. Die Studienbeihilfe muss ein Studium ohne Zwang zu Studi-Jobs nebenher ermöglichen. Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir beobachten gerade, dass der „freie Markt“ grandios scheitert, die Mieten explodieren und mit Wohnraum spekuliert wird. Daher braucht es sofortige Wohnbauprogramme in kommunaler Hand und gesetzliche Mietzinsobergrenzen.

Matthias Strolz
NEOS

Ja, wir wollen, dass auch Förderungen für junge Menschen inflationsangepasst werden. Grundsätzlich sehen wir aber im von uns geforderten Bürger_innengeld, das den wild gewachsenen Förderungsdschungel mittelfristig ersetzen soll, eine völlig neue Perspektive auch für junge Menschen.

Mario Wieser
PIRAT

Wir wollen keine neuen Förderungen einführen. Die Piraten vertreten ein Modell des bedingungslosen Grundeinkommens, das auf die besonderen Bedüfnisse der Jugend Rücksicht nimmt. Die Drittelregelung des BGE sorgt für einen bedarfsorientierten Mittelzufluss zu Betreuungseinrichtungen und für ein Startkapital für junge Erwachsene. Inflationsanpassung zum Ausgleich der kalten Progression halten wir aber ebenfalls für sinnvoll.

13. Europapolitik

Wie wollen Sie die politische Zusammenarbeit auf EU-Ebene nutzen?
Wo sehen Sie Vorteile oder Nachteile der EU für junge Menschen?

Werner Faymann
SPÖ

Das gemeinsame Europa erhöht die Mobilitäts-Chancen junger Menschen. Durch den Fall der Schengen-Grenzen wurde ein Mehr an Reisefreiheit erreicht, weiters bieten Austauschprogramme wie ERASMUS oder der Europäische Freiwilligendienst  die Möglichkeit, andere Länder kennenzulernen und Erfahrungen im Ausland zu machen. Als Sozialdemokratie setzen wir uns arbeitsrechtlich für noch besseren Schutz und möglichst einheitliche (hohe) Standards auf europäischer Ebene ein.

Michael Spindelegger
ÖVP

Die ÖVP ist die Europapartei. Wir werden uns daher auch weiterhin auf europäischer Ebene in allen Bereichen aktiv einbringen. Denn mit der EU haben wir heute einen attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum, von dem wir alle profitieren. Insbesondere für Jugendliche tun sich zahlreiche Möglichkeiten und Chancen auf: Von Studieren im Ausland mit Erasmus bis hin zum Arbeitsmarktzugang in den Mitgliedsstaaten – alle Türen stehen offen.

Heinz-Christian Strache
FPÖ

Wir stehen für die europäische Integration, sehen aber eine Entwicklung, die das Prinzip der Subsidiarität nicht beachtet. Die EU greift bis in die kleinsten Details der Gestaltung des Alltagslebens (Traktorsitzverordnung, Gurkenkrümmung, Duschköpfe) ein, anstatt jene Dinge verbindlich zu regeln, die tatsächlich von übergeordnetem Interesse sind (beispielsweise klare Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke). Ob die EU Chance oder Hindernis für jungen Menschen sein wird, das werden die politischen Entscheidungen der kommenden Jahre zeigen.

Eva Glawischnig
GRÜNE

Europa macht es uns nicht leicht: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 24%, eine Jugend ohne Zukunft wächst heran. Es fehlen gemeinsame Initiativen gegen die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen und das Finanzmarktcasino. Wir brauchen ein Investitionsprogramm für die Zukunft: Mehr Geld für Jobs, Bildung, Forschung und Innovation, Investitionen in eine umweltgerechte Infrastruktur und erneuerbare Energie. Europa ist die Lösung, nicht das Problem…

Josef Bucher
BZÖ

Die EU muss in den kommenden Jahrzehnten weiter zusammenwachsen. Deshalb ist es wichtig möglichst viele Jugendaustauschprogramme zu starten, damit die zukünftigen Generationen den Europagedanken schon frühzeitig kennenlernen und sich in die politische Gestaltung Europas auch aktiv einbringen. Derzeit fallen viele Entscheidungen über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg, sehr oft auch zu deren Nachteil. Statt einem positiven Europagedanken steht so die Eurokratie im Mittelpunkt und das ist der falsche Weg.

Frank Stronach
FRANK

Wir sind für ein starkes Europa mit souveränen, demokratischen Rechtsstaaten. Die gemeinsame Währung ist aber eine Fehlkonstruktion. Jedes Land soll die Freiheit haben, seinen eigenen Euro einzuführen. Wir sind jedoch für den gemeinsamen Markt, lehnen aber die Zentralisierung und Abschaffung der nationalen Souveränität ab. Wir respektieren die Vielfalt der europäischen Kulturen.

Mirko Messner
KPÖ

Die EU ist heute das Europa der Banken, Konzerne und Generäle. Hier wird Druck gemacht, den Sozialstaat abzubauen und Standards am Arbeitsmarkt zu senken. Die Regierungen der EU-Staaten schieben oft die Schuld auf „die EU“ – dabei stehen sie genauso hinter dieser antisozialen Politik. Viele Fragen sind heute nur durch gemeinsame Kämpfe über Grenzen hinweg zu lösen – die KPÖ ist daher Teil der europäischen Linkspartei, die für ein solidarisches, soziales Europa kämpft.

Matthias Strolz
NEOS

Wir treten für ein von Grund auf demokratisiertes gemeinsames Europa ein. Da gibt es noch viel zu tun. Denn es ist wichtig, dass wir in jenen Bereichen zusammenarbeiten, in denen partikulare Einzelbemühungen auf nationaler Ebene weniger Aussicht auf Erfolg haben. So müssen wir auch bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit die europäische Dimension im Auge haben. Auch ist die EU das erfolgreichste Friedensprojekt der europäischen Geschichte.

Mario Wieser
PIRAT

In einer stetig zusammenwachsenden, globalisierten Welt kann Europa nur bestehen, wenn wir zusammenarbeiten – an einem europäischen Bundesstaat führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei. Nun geht es darum, diesen demokratisch, transparent und bürgernah zu gestalten. Viele Vorteile der EU nehmen wir Jüngeren gar nicht mehr wahr, weil uns nicht bewusst ist, was früher *nicht* möglich oder anders war (Reisefreiheit, europaweite Wirtschaftsverflechtungen, Austauschprogramme, …).

Clean Politics

Rassismus abwählen!

Es ist höchste Zeit für „clean politics“! Unterstützt die Kampagne von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Kooperation mit dem Verein Wiener Jugendzentren, wienXtra und der BJV für eine faire und Rassismus-freie Politik! Stimmenfang durch Angstmache, Abwertung oder Kriminalisierung von MitbürgerInnen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Muttersprache und/oder ihrer Religionszugehörigkeit nicht der Mehrheit angehören, ist rassistisch – und deshalb menschenverachtend.

Mitmachen!

Ihr könnt uns dabei helfen, die clean politics-Kampagne umzusetzen. Interviewt PolitikerInnen und fordert sie auf, die clean politics-Kampagne zu unterstützen. Wir stellen euch Informationen, clean politics-Tools wie Plakate, Buttons, Folder, T-Shirts etc. sowie eine Internetplattform zur Verfügung. Geht zu Wahlveranstaltungen, den Parteibüros oder anderen Events, bei denen ihr PolitikerInnen vor der Wahl treffen könnt. Nehmt euer Gespräch mit dem Handy oder Kamera auf! Eure Aufnahmen könnt ihr e-mailen oder schicken – die KoordinatorInnen der Kampagne stellen sie ins Netz. Indem wir sichtbar machen, welche/r PolitikerIn clean politics unterstützt, liefern wir den WählerInnen – mit eurer Hilfe – eine wichtige Entscheidungshilfe.